Zur Gesamtübersicht
AK Siedlung
Sprecher:
Gert Wenger
Otto-Pippel-Str. 12
82152 Planegg
Tel.089 / 8595142
  Sprecherin:
Eva Daum
Kirchstraße 35
82284 Grafrath
Tel. 08144 / 989465

Zur Übersicht AK Siedlung
Inputs für die Strukturuntersuchung Martinsried Zentrum

des AK Siedlung der AGENDA21 Würmtal
27.03.00

Bestehende Strukturmerkmale:

  • Geographisches ungefähres Zentrum liegt am Schnittpunkt von mindestens drei völlig unterschiedlichen Bebauungsarten:
Reines Gewerbegebiet, Reines Wohngebiet, Mischgebiet (Ladenzeile entlang der Einsteinstraße), entsprechend dem Flächennutzungsplan.
  • Ein erkennbares Zentrum fehlt
  • Möglichkeiten für Begegnung, Verweilen und Unternehmungen (z.B. Markt) fehlen
  • Zentrum liegt an der Martinsrieder Hauptverkehrsachse
  • Unklare Verkehrsführung
  • Zwei größere Grundstücke im Bereich des Gewerbegebiets sind noch nicht bebaut
  • Größere Schuppen und landwirtschaftliche Lagergebäude bilden keine sehr attraktive Nutzung
  • Ansätze für ein Zentrum im Sinne von Einkaufsmöglichkeiten sind vorhanden
  • Breiter Grünstreifen in Ost-West Richtung


Einflußnehmende Randbedingungen:

  • Umgehungsstraße
  • U-Bahnanschluss
  • Stadtbahn-Anschluss
  • Institutsplanungen


Gestalterische Denkansätze:

  • Martinsried sollte ein Zentrum erhalten, das einem Ortsteil von über 4000 Einwohnern angemessen ist und den zusätzlich geplanten neuen Universitätseinrichtungen gerecht wird, Anzustreben ist ein Ortszentrum mit Aufenthaltsfunktion, Einkaufsmöglichkeit und Gastronomie, sowie Wohnen in einem verkehrsberuhigten Bereich.
  • Die Lage des Ortszentrums soll zentral an der Fraunhofer / Röntgen- Straße, benachbart zum alten Dorfkern, mit einer optimalen Verzahnung zur U-Bahnstation ausgebildet werden. Der alte Dorfkern kann durch eine Umgestaltung des Kirchplatzes und der Kreuzung Planegger / Neurieder Straße aufgewertet und in das Ortszentrum mit einbezogen werden. Zum Ortszentrum sollen optimale Fußwegverbindungen geschaffen werden.
  • Platzartige Ausgestaltung unter Einbeziehung der Straßenräume und der noch möglichen Randbebauung
  • Mögliche Nutzungsarten: Gastronomie, Studentenkneipe, Studentenwohnheim, Copyshop, Buchladen, etc.
  • Versorgung mit ausreichendem Stellplatzangebot unter Einbeziehung einer Tiefgarage im Bereich des U-Bahnhofs; Verhinderung von P+R Verkehr im Ortszentrum
  • Herausnahme des Durchgangsverkehrs
  • Schaffung einer direkten Verbindung der Fraunhoferstraße mit der Röntgenstraße als Sofortmaßnahme zur Entlastung des Ortskerns
  • Einbeziehung einer U-Bahnhaltestelle mit Anbindungsmöglichkeit an eine von Westen kommende Stadtbahn; alternativ U-Bahnhaltestelle Universität mit Buswendeschleife
  • Fußläufige Anbindung an das Uni-Gebiet


Nächste Schritte:

  • Umwidmung zu Sondergebiet Ortszentrum
  • Für die Gestaltung des Ortszentrums und die Anbindung des Dorfkerns sollte ein Ideenwettbewerb durchgeführt werden.
  • Als nächster Planungsschritt sollte in einer Machbarkeitsstudie die genaue Situierung der U-Bahnanbindung und die Verbindung zu einer Stadtbahn geklärt werden.

Erläuterungen zur Planskizze:

Zu 1)  Lena-Christ-Str. / OBI

Entflechtung des Ziel- und Quellverkehrs zum OBI/ usw. durch Verlängerung der Lena-Christ-Str. bis Wendehammer; Anbindung an eventuelle Umgehungsstraße möglich, in diesem Fall Stilllegung der Anbindung Lochhamerstraße an Würmtalstraße

Zu 2)

Durchstich Röntgenstraße zur Fraunhoferstraße, dadurch Entlastung des Ortszentrums vom Durchgangsverkehr

Zu 3)

Neuriederstraße bleibt für Durchgangsverkehr gesperrt zur Verhinderung überörtlichen Verkehrs in Nord/Süd- Richtung.

Zu 4) und 5)

Sperrung des Klopferspitz und der Großhadernerstraße für Durchgangsverkehr (Busverkehr bleibt frei) zur Verhinderung des überörtlichen Verkehrs über das Ortszentrum in Ost/West-Richtung; Max-Planck- und Unigelände wird voll über Würmtalstraße erschlossen

Zu 6)

U-Bahnanschluss mit fußläufiger Verbindung zu Ortszentrum und Instituten

Zu 7)

Verkehrsberuhigter Bereich des Ortszentrums mit "Zone 30"

Zu 8) Trasse Umgehungsstraße

Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind, unabhängig von dem Bestehen einer Umgehungsstraße (große oder kleine Lösung), machbar und sinnvoll.