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AK Siedlung

Leitgedanken   Aktionsplan   Strukturuntersuchung Martinsried

Leitgedanken:

"Interessensausgleich" und "Mensch und Natur als Partner"

"Nachhaltige" Siedlungsentwicklung im Sinne von "stabil" und "überlebensfähig" kann ein Prozess dann sein, wenn

  • ein Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen gefunden wird, der dadurch weitgehend akzeptiert wird und nicht fundamentalen Änderungswünschen aus den eigenen Reihen ausgesetzt ist. Ein solcher Zustand ist dann immer noch äußeren Einflüssen ausgesetzt, mit all seinen möglichen negativen Folgen ( zB. überörtliche kommerzielle Interessen).
  • zum anderen aber ein Gleichgewicht mit der Natur gefunden wird. Dabei wird diese nicht als Restgröße wahrgenommen, die beliebig weiter entsprechend den Forderungen der Menschen zurechtgestutzt werden kann, sondern sie wird begriffen als eigener Wert mit eigener Daseinsberechtigung, unabhängig von den Bedürfnissen der Menschen. Die Natur ist also nicht für den Menschen da, sondern Mensch und Natur leben in Symbiose. 
Das führt dazu, daß es möglichst viele und vielfältige Räume geben muß in denen die Menschen Natur erleben, es aber auch Räume geben muß, die dem Einfluß des Menschen teilweise oder auch ganz entzogen bleiben. 

Für diejenigen, die sich nur über ihre eigenen Interessen definieren können, mag das Argument hinreichen, daß mit der Natur auch der Mensch stirbt. Genauso gilt, je kümmerlicher, verkrüppelter und beschädigter die Natur ist, desto verarmter und beschädigter ist der Mensch, nicht nur in geistiger Hinsicht. 

Die Aufgabe besteht darin ein Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur und einen Ausgleich der oft unterschiedlichen Interessen der Menschen immer wieder neu anzustreben.
Aktionsplan:

1. Argumentationspapier

Der AK Siedlung innerhalb der AGENDA 21 Gruppe Würmtal hat sich zum Ziel gesetzt sich Gedanken zu machen über die zukünftige Entwicklung des Siedlungsraums Würmtal. Angestrebt wird eine Entwicklung, die das Prinzip der Nachhaltigkeit, also der Verträglichkeit und der Beständigkeit erfüllt.

Als erstes Ergebnis wurde ein Argumentationspapier erstellt, das gegliedert ist in drei Teile:

  • Eine Zustandsanalyse, die qualitativ und quantitativ die bisherige Entwicklung, den jetzigen Zustand und abzuleitende Trends darstellen soll.
  • Zielvorstellungen, die in Form von Thesen Hinweise geben sollen, was in Zukunft angestrebt und was vermieden werden sollte. 
  • Mögliche Maßnahmen, die helfen sollen als richtig erkannte Ziele einzuspeisen und umzusetzen.
2. Öffentlichkeitsarbeit

Wir wollen unsere konzeptionellen Vorschläge aus unserem Argumentationspapier "Siedlungsraum Würmtal-Gestern-Heute-Morgen" mit der Bevölkerung diskutieren und für unsere Ziele werben. Konkret wollen wir:

  • In den Gemeinderäten aus Gräfelfing, Planegg, Krailling, Neuried und Gauting dafür eintreten unsere Vorstellungen als Leitlinien zu übernehmen
  • In öffentlichen Veranstaltungen am Beispiel aktueller Planungen für unsere Ideen werben
  • Mit den Schulen über die Konzeptvorschläge und Ziele diskutieren
3. Beteiligung an der gemeindebezogenen Bauleitplanung

Unser Konzeptpapier spricht allgemein die Situation im Würmtal als Teil des Verdichtungsraums München an. Als nächsten Schritt wollen wir die Situation der einzelnen Gemeinden anhand unserer Leitlinien überprüfen und z.B. in Vorschlägen zu Flächennutzungsplänen positive Entwicklungstendenzen aufzeigen.

Konkrete Vorhaben wollen wir an unseren generellen Zielen messen und versuchen wo nötig positiv zu beeinflussen. Diese Beurteilung sollte im Zusammenwirken mit den anderen jeweils betroffenen Arbeitskreisen erfolgen.

4. Aktuelle Projekte

Derzeit beschäftigen wir uns mit

  • Strukturuntersuchung Ortsmitte Martinsried (wir haben eine Ideensammlung und einen Vorschlag zur Verkehrsführung erstellt).
  • Planegger Bahnhofsbereich
  • Umweltverträglichkeitsprüfung Verkehrsnetz Würmtal
  • Kraillinger Ortszentrum
 
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